Osteopathie – Leben in Gesundheit

Träume weisen mir den Weg

In meiner Jugend konnte ich mich oft sehr genau an einzelne, besonders klare und beeindruckende Träume erinnern. Solche Erlebnisse bewegten mich meist noch Tage danach. Später hinterließen Träume dieser Art, durch die Intensität der Bilder Eindrücke, die unweigerlich Richtungsänderungen in meinem Leben anstießen. Nach dem Aufwachen sind mir die Geschehnisse aus den Träumen noch zur Gänze präsent, und ich bin in der Lage sie detailgetreu nachzuerzählen oder aufzuschreiben. Während des Träumens werden alle Sinne angesprochen, folglich entstehen sehr differenzierte Erfahrungen.

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Die Innere Frau erscheint im Traum

Einer dieser Träume eröffnete mir den Zugang zu meinen inneren weiblichen Anteilen. Ich wurde gelehrt Situationen mehr aus weiblichen Augen zu betrachten und dementsprechend zu handeln. Ich lernte meine sogenannte „Innere Frau“ kennen. Seither rufe ich sie mir regelmäßig als inneres Bild vor Augen, um sie beispielsweise darum zu bitten, mich bei einer Entscheidung zu unterstützen. Sie kommentiert durch ihre Gestik oder ihre Haltung mein Tun, und ich habe mittlerweile gelernt ihr zu vertrauen.

Ich träumte während eines Campingurlaubes von einer asiatischen Frau. Sie brachte mich durch ein unterirdisches Labyrinth aus Fels in ein asiatisches Land. Ich wurde durch schmale Gänge mit engen Kurven gezogen, immer wieder ragten spitze Felsvorsprünge heraus, verletzt habe ich mich bei diesen Manövern erstaunlicherweise nicht. Mein Körper musste die unwahrscheinlichsten Verrenkungen vornehmen. Kurze Strecken zog sie mich sogar an einem Bein im Spagat in die nächste Kammer. Sie brachte mich aus einem Land in dem Krieg herrschte nach Japan. Jemand gab mir dann den entscheidenden Hinweis: „Deine Innere Frau hat dich abgeholt“.

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Der Bezug zu meinem Alltag war schnell hergestellt, denn schon seit vielen Jahren interessiere ich mich für die japanische Kultur und Denkweise. Bis zur Geburt meiner Tochter trainierte ich mehrere Jahre traditionelles Karate, wodurch mir japanische Rituale vertraut wurden. Die innere Ruhe und der zeremoniell gelebte Alltag der Kampfkünstler faszinierte mich. Leider musste ich aus Zeitgründen das Üben von Karate beenden. Seit diesem Traum ist meine Aufmerksamkeit wieder vermehrt auf alles Japanische gelenkt. Ich verbinde mich – wie von selbst – mit meiner inneren, japanischen, weiblichen Seite.

Bewusstes Träumen wieder erlernen

Während der Zeit als Lehrling bei einem Schamanen war ich im Erinnern von Träumen nicht sehr erfolgreich. Obwohl mir erklärt wurde, dass bewusstes Träumen eine Stärke von mir wäre, konnte ich mich am Morgen nach dem Aufwachen meist an keine nächtlichen Ereignisse mehr erinnern. Alle Konzentration und Vorbereitung auf das Träumen bewirkten das Gegenteil. In der Früh war alles weg, anstelle mich zu erinnern, sah ich nur dunkelgrauen Nebel. Heute weiß ich, dass ein möglichst entspanntes Einschlafen, meine Traumerinnerung fördert. Vor dem ins Bett gehen noch ein paar Zeilen ins Tagebuch geschrieben, befreit meine Seele und öffnet ein Tor um Träume bewusster zu erleben.

Träume helfen bei der Lösung von Problemen

Vor einigen Jahren hatte ich einen weiteren Traum, der mir noch bis heute genau in Erinnerung geblieben ist. Ich war gerade beruflich herausfordernd mit einem Kollegen konfrontiert. Ein kleiner, grüner, giftiger Wurm hatte sich an mir festgesaugt und fühlte sich sehr unangenehm an. Ich goss Öl darüber um ihn loszuwerden, er sollte dadurch von mir abfallen. Daraufhin hat sich „nach klärenden Gesprächen“ die berufliche Verwicklung schnell aufgelöst. Wieder erlebte ich, wie ein Traum mein Alltagsleben mit gestaltete.

Der Traum als erster Anstoß um Texte zu verfassen

In einem anderen Traum bekam ich von einem Lehrer die Aufgabe gestellt, einen Text zur Melodie von „Alle meine Entlein“ zu verfassen. Das gelang mir und ich konnte das Gedicht ins Wachbewusstsein sozusagen mitbringen. Weitere Strophen fielen mir dann im Laufe des folgenden Tages ein. Dadurch erhielt ich einen ersten Impuls, zu versuchen, mich durch Schreiben von Gedichten und Texten kreativ auszudrücken. Seit mir ein gewisses poetisches Talent von „außen“ bescheinigt wurde, getraue ich mich diverse Gedichte zu verfassen, führe regelmäßig ein Tagebuch und schreibe mir alle erinnerlichen Träume auf. Wieder einmal hat sich Traum und Alltag in meinem Leben verbunden. 

Am Schreibtisch

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