Osteopathie – Leben in Gesundheit

Über Mich

Zu meiner Person


Familie und Osteopathie, ein Lebensweg

Mein Name ist Reinhard Felder, ich bin 1960 geboren und mit meiner Frau Nadja seit 20 Jahren verheiratet. Unser beider Berufung ist die Osteopathie, und diesen Weg gehen wir seit vielen Jahren gemeinsam. Wir betreiben eine Gemeinschaftspraxis in Oberndorf bei Salzburg http://www.osteopath.at, behandeln uns von Zeit zu Zeit gegenseitig und tauschen uns regelmäßig über die jeweiligen Erfahrungen mit der Osteopathie aus. Wir sind Eltern von 3 wunderbaren Kindern im Alter von 10, 14 und 17 Jahren. Ich bin überaus dankbar dafür, dass mir mein gesamtes Leben lang hilfreiche Kräfte zur Seite gestanden sind. Die Richtung, die Privates und Berufliches genommen haben, macht mich sehr glücklich, vor allem dass ich mit genau diesen 4 liebenswerten Menschen meinen Alltag teilen darf.


Mysteriöse Hilfe

Gerade in diesen Zeiten durchleben wir tiefgreifende Veränderungen. Es werden, wie wahrscheinlich in vielen anderen Familien auch, Grenzen neu abgesteckt. Familienstrukturen verändern sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Die Kinder beginnen erwachsen zu werden, was mir zu Beginn nicht leicht gefallen ist. Ich wurde von Tempo und Intensität der Loslösung von Seiten der beiden „Großen“ ziemlich überrascht. Es war schwer für mich, sie aus dem Kind-sein zu entlassen.

Wie oftmals bei einer osteopathischen Behandlung auch, erlebe ich während eines Konfliktes mit meinen Kindern, dass sich Spannung aufbaut. Plötzlich werden wir wie aus dem Nichts, von einer unsichtbaren Kraft berührt, die uns unterstützt die Spannungen abzubauen. Die Beziehung hat sich wieder verändert, Gründe für die Meinungsverschiedenheit können für die Beteiligten erkennbar werden. Auch in der osteopathischen Praxis erlebe ich, dass in einem Raum von Aufmerksamkeit, die therapeutische Kraft ohne mein zutun die Arbeit erledigt. Vorher nicht miteinander in Verbindung stehende Körperteile, kommunizieren – wie durch Wunderhand zusammen gefügt – wieder miteinander.

Es entwickelte sich die Osteopathie im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit während der letzten 25 Jahre, von einer vielversprechenden Behandlungsmethode, hin zu einem, meinen beruflichen und persönlichen Alltag prägenden Lebensweg. Aus einer rein therapeutischen Tätigkeit wurde eine Lebensweise. Sie schließt Spiritualität, Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Mitmenschen, Gestaltung des Alltags- und Familienlebens ebenso mit ein, wie die Fähigkeit zur Selbstkritik und das sich Einlassen auf notwendig gewordene Veränderungen.

Osteopathische Erfahrungen weitergeben

Gepaart mit Freude und Lust am Schreiben, entschloss ich mich dazu, zukünftig meine Erfahrungen mit der Osteopathie – auf beruflicher und persönlicher Ebene – in an meine Leser weiter zu geben. Ich möchte dabei Aussagen meiner „osteopathischen Ahnen“ mit eigenen Einsichten verbinden und in Form eines Blogs mit Interessenten teilen. Eines Tages in unserer Ordination, kurz vor dem Einnicken zur Mittagsruhe, kam mir während eines Prozesses, des mich innerlich getrennt Fühlens, emotional im Ungleichgewicht und von meinen täglichen Aufgaben überfordert, die Idee einen eigenen Blog zu gestalten. Augenblicklich  fühlte ich mich wieder verbunden, Aufbruchstimmung ist entstanden. Jetzt eigne ich mir gerade die notwendigen Werkzeuge zum Kreieren eines mir entsprechenden Blogs an. Wieder einmal hatte mich eine liebevolle, verändernde Kraft berührt, um mir dabei zu helfen einen Teil meines Leben neu zu gestalten.

Die Anfänge meiner osteopathischen Tätigkeit

Seit 1991 arbeite ich in freier Praxis und behandle ungefähr 30 bis 35 PatientInnen pro Woche. Die Behandlungsdauer variiert zwischen 30 Minuten und bis zu einer Stunde. Ich durfte unterschiedlichste Menschen mit verschiedenartigsten Geweben, mit meinen Händen berühren und behandeln und sammelte dadurch reichlich an Erfahrung. Zu Beginn, die Anwendung der osteopathischen Prinzipien steckte bei meiner Arbeit noch in den Kinderschuhen, suchte ich, wie ich das während meiner Ausbildung zum Physiotherapeuten gelernt hatte, bei meinen PatientInnen in erster Linie nach deren Problemen, Fehlstellungen und Läsionen. Diese korrigierte ich bestmöglich, die Behandlungsergebnisse waren zwar zufriedenstellend, doch irgend etwas fehlte meinen Bemühungen. Ich spürte das daran, dass mich meine Anstrengungen oftmals ermüdeten. Ganz selten durfte ich erleben, dass überraschend und ohne Ankündigung eine rätselhafte Kraft den Behandlungsprozess unterstützte, wir beide PatientIn und ich fühlten uns plötzlich leicht, verbunden und vor allem besser.

Ahnenlinie in der Osteopathie

Auf Grund dieser Erfahrungen und der Ahnung, dass die Osteopathie mehr ist als eine reine Behandlungsform, begab ich mich auf die Suche nach osteopathischer Literatur und Lehrern. Ich erwartet mir, von ihnen zu lernen, um dann selber in der Lage zu sein, die PatientInnen in ihrer Ganzheit zu erfassen. Mehr und mehr standen die philosophischen Grundlagen der „Alten Osteopathen“ im Focus meines Interesses. Dr. Andrew Taylor Still, der Begründer der Osteopathie spricht von der „Triunite of Man“. Dabei betrachtet und behandelt er den Menschen als eine untrennbare Einheit aus Körper, Geist und Seele. Im Laufe der Zeit wandelte sich mein Verständnis von Osteopathie dahingehend, die Gesundheit zu suchen. Zu dieser zähle ich mittlerweile die verschiedenartigen geheimnisvollen Kräfte, die mir in Behandlungssituationen und bei persönlichen Schwierigkeiten so oft zur Seite gestanden sind.

Inspiriert wurde ich von einem Zitat von Dr. Still selbst „Gesundheit zu finden sollte die Aufgabe des Arztes sein. Jeder kann Krankheit finden“. Erst viel später verstand ich die Bedeutung dieser Aussage. Mittlerweile übernehmen in vielen meiner Behandlungen rätselhafte Kräfte die Führung. Ich als Behandler versuche so transparent wie möglich zu sein, um den wie automatisch ablaufenden therapeutischen Prozess nicht zu behindern.


Ab dem Jahr 2004 nahm ich am mehrjährigen Ausbildungszyklus in Biodynamischer Osteopathie nach Dr. James Jealous DO http://www.jamesjealous.com teil, wobei unser Kurs von Dr. Thomas Shaver DO http://www.tomshaverdo.com unterrichtet wurde. Dort begegnete mir wieder der Begriff der „Gesundheit“, wodurch ich mich in der Tradition der ursprünglichen Osteopathie, wie sie von den Gründervätern gelehrt wurde, eingebunden wusste. Mittlerweile glaube ich „der Natur bis ans Ende zu vertrauen“, wie Dr. Still von sich und seinen Studenten einzufordern pflegte, ein Stück näher gekommen zu sein. Die PatientInnen und ich begegnen uns auf Augenhöhe, hierarchische Patient-Therapeut-Beziehungen wurde überwunden, Gesundheit darf in der Behandlung ihre Arbeit tun.

Die Leidenschaft zu lesen und zu schreiben

Meine Reise in die Welt der Osteopathie begann 1992 mit einem 3-monatigen Craniosacraltraining in Indien. 1994 startete die eigentliche Osteopathieausbildung an der Wiener Schule für Osteopathie http://www.wso.at, die ich im Jahr 2001 erfolgreich abschloss. Auf Grund der Geburt der beiden ersten meiner Kinder, verzögerte sich das Verfassen der Masterthesis zum Thema „Empathie als Teil des Wahrnehmungsprozesses in der Osteopathie“ bis zum Jahr 2007. Erst durch das Verfassen dieser Arbeit, entdeckte ich meine Leidenschaft für das Schreiben von eigenen Texten. In Zukunft möchte ich Kommentare zu klassischen und jüngeren Schriften aus der osteopathischen Literatur abgeben, um meine persönlichen Erfahrungen aus dem Leben mit der Osteopathie in Form dieses Blogs in die öffentliche Diskussion einzubringen.

Die Osteopathie wurde in den vergangenen 25 Jahren immer mehr zu meinem Lebensweg. Mittlerweile prägt die Suche nach der Gesundheit meine berufliche und persönliche Entwicklung. So wählte ich Osteopathie-lebeningesundheit als Namen für die Internetseite, unter der mein Blog zu finden sein wird. Bisher drückte ich meine Alltagserlebnisse, Erfolge und Misserfolge in Tagebuchform aus. Der Zeitpunkt scheint jetzt gekommen zu sein, meine Erfahrungen, die nach meinem Verständnis in Zusammenhang mit Lebendigkeit, Gesundheit und Osteopathie stehen, mit einer Öffentlichkeit zu teilen. Ich hoffe, dass meine Leser an dem Wunder Osteopathie Interesse haben, und sich auf eine jeden Tag wieder spannende Reise mitnehmen lassen.


8 Kommentare

  1. Lieber Reinhard!
    Dein Blog ist sehr persönlich, interessant und wunderbar geschrieben. Toll! Ich freue mich auf weitere Beiträge! 🤗
    Elisabeth

  2. Herzlichen Glückwunsch auch von mir, ich freue mich schon heute auf weitere Bieträge von Dir. Denn immerhin trägst DU zu meiner Gesundung sehr viel bei DANKE 🙂

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